Träume wie das Himalaya

Von den Träumen meiner indischen Freunde.
Lerne zu träumen wie das Himalaya…so hoch, so stark, so wunderbar.

Ich bin zurück, zurück in meiner zweiten Heimat India und besuche noch einmal das kleine  Paradies, unsere ehemalige Partnerorganisation, Shishya- Farm, Schule und Waisenheim zugleich. Es ist Monsunzeit, das heißt die Palmen, die unzähligen Blumen und die Felder strahlen in frischestem Grün und dahinter ragt das höchste Gebirge empor. Ach, wenn man Schönheit nur einpacken könnte…
Die Kids haben uns entdeckt, sind verwirrt und fangen kurz darauf an unsere Songs zu singen, Macarena zu tanzen und mein verwirrtes Herz macht Freudensprünge.
Auf dem Campus steht ein neues halbgebautes Schulgebäude, das von 15 älteren Waisenjungen errichtet wurde…so cool !Jetzt warten sie auf Spenden, damit es weitergehen kann.

Der Schulleiter beschreibt seine Träume und Visionen für die Schule, bzw. vielmehr für die Lehrer und Kinder.  Er möchte den Lehrern zeigen, dass Gott einen Plan für sie hat, dass sie geliebt sind und dass sie diesen Plan und diese Liebe weitergeben können. Er sagt auch, dass ohne ein solches Team, neue Schulgebäude und Materialien von keinem großen Nutzen sind. In sieben Jahren sollen die Kinder bis zur 12. statt bis zur 5. Klasse die Shishya School besuchen können und mehr als Bildung mitnehmen, nämlich ein offenes unerschütterliches Herz, das weiß wohin es gehört. Es macht unglaubliche Freude ihm zuzuhören, es steckt so viel Kraft und Berufung in seinen Worten. Ist es das Himalaya, dass ihm die Stärke seiner Träume schenkt ?

Ich spreche mit Vijay (14) einem unserer Small Boys, der uns versichert, dass er mal Preacher wird. Liebe für alle. Where ? All over the world Maam!

Ich spreche mit David (10) zukünftiger Roboteringenieur, verspricht mir in ein paar Jahren seinen gezeichneten Roboter in Deutschland zu präsentieren.

Sunday is Churchtime ! Einer der ehemaligen Shishya Jungs, mittlerweile 20+ und meist gefeierter Lehrer, predigte über  Fokus und Priorität. Wem schenkst du mehr Glaube, deiner Furcht oder Gottes Stärke ?

In nur drei Tagen, war es trotz Krankheit und Hitze, wie ankommen und Liebe tanken.
Ich bin so unglaublich dankbar.

Psalm 121 :

I lift up my eyes to the hills—
from where will my help come?
My help comes from the Lord,
who made heaven and earth.
He will not let your foot be moved;
he who keeps you will not slumber.
He who keeps Israel
will neither slumber nor sleep.
The Lord is your keeper;
the Lord is your shade at your right hand.
The sun shall not strike you by day,
nor the moon by night.
The Lord will keep you from all evil;
he will keep your life.
The Lord will keep
your going out and your coming in
from this time on and for evermore.

 

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Angekommen.

Es tat weh zu schreiben.
Viel Trubel. Viele Reisen. Wunderbare Menschen.
Die small boys waren nicht mehr”die” small boys, sondern “unsere small boys”.
Die Wohnung war nicht mehr fremd, sondern unser Zuhause.
Hupen war nichtmehr nervig, sondern  das lebendige Geräusch unserer Heimat.
Ich wollte und konnte innerlich nicht Abschied nehmen.
Die Jungs kannten das. Ein Jahr Mam’ und dann kommt die nächste Mam’ mit neuen Spielen und neuen Ideen.
Ich kannte das nicht. Weder die Verantwortung, noch die Bindung und erst recht nicht das Goodbye boys.

Einpacken durfte ich sie nicht, meine Boys. Erfahrungen und Eigenschaften schon.
Dinge anzunehmen wie sie sind, Unterbrechungen willkommen zu heißen, das Leben lebendig sein lassen.Lebendig und unstrukturiert.

Doch selbst das hat nicht so recht funktioniert.
Ich meine, mal rausgeschaut ? Grau in Grau… Mistwetter!
Es regt mich auf, wenn die Bahn zu spät kommt.
Warum wollen immer dann Leute etwas von einem wenn man gerade im Stress ist?
All’ die Verhaltensweisen die ich Indien gelernt habe abzulegen, kehren zurück.
Darf ich mich darüber aufregen, dass ich mich aufrege?
MANN! Sarah? Wie kann es sein, dass du Leben so schnell verlernst?

Das Nachbereitungsseminar half uns zu reflektieren.
Was möchte ich nutzen, was möchte ich ablegen ?
Wir Teilnehmer waren uns 3 Monate nach dem weltwärts Jahr alle darüber einig,dass eine neue Stadt, neues Studium, neuer Lebensabschnitt und neue Erfahrungen, ankommen heißt.
Lüge!

Jetzt, nochmal 3 Monate und unzählige Heimweh nach Indien-Phasen später, verstehe ich immer mehr warum.
Jetzt, würde ich  ganz bestimmt nicht behaupten 100% angekommen zu sein, aber ich würde langsam sagen ich bin tatsächlich wieder da.
Es tut nichtmehr ganz so weh, diesen Eintrag zu schreiben. Ich reflektiere einzelne Ereignisse, fange an sie im interkulturellen Kontext zu sehen. Ich glaube ich lerne…. Lerne:
… dieses Jahr nicht als ein herausgerissenes Jahr voller Wunder und Abenteuer zu sehen
… dass ich Indien durch mein tägliches Handeln beeinflusse
… mich als Weltbürger zu verstehen
… den Sinn dieses Jahres zu verstehen

Wie das ? Das Jahr hat mich bewegt. Bewegt in meinem Welt- und Selbstverständnis.
Es hat mir und meinem Handeln mehr Sinn gegeben.
Gestalten.
Anfang: Gott fordert Abraham dazu auf die Tiere zu benennen
Heute: Gesellschaft fordert uns auf den Lebenslauf zu gestalten
Es wird von mir verlangt, mit dem in der Schule erhaltenen Wissen, mein Leben zu gestalten. Individualierung. Steche hervor, aber passe rein ist der Trend unserer Zeit.
Wie kann man denn da nicht überfordert sein? Wie gerne würde ich da gerne lieber mit Gott chillen und Tiere benennen.

Aber ich möchte das. Ich möchte mitgestalten. Mit Verantwortung übernehmen.
Mein Handeln hier in Deutschland hat Auswirkungen.
Ich möchte Gestalterin mit Kopf, Herz und Hand sein. Erkennen, Bewerten, Handeln.
Jetzt ein Jahr später stelle ich mich nichtmehr als Sarah, möchte gerne nach Indien aber weiß noch nicht so genau wohin in der Zukunft vor.
Ich bin Sarah, Gestalterin mit Herz, ich kenne meinen Schöpfer und lerne und wachse durch ihn.

Come on, get to know the creator and create.

 

 

Positiver Rassismus ?

“Manchmal möchte man ein großes langes Holzbrett nehmen und es dem Inder auf den Kopf hauen” so ein deutscher Tourist, den wir in Rishikesh trafen. 

 Jedoch irgendwie verständlich, wenn man zum hundertsten Mal den dreifachen Preis gesagt bekommt, falsche Züge gebucht werden, Taxifahrer abhauen, nicht- existente Reiseführer bezahlt werden oder der Polizist unbedingt dein (nicht zum Verkauf stehendes) iPhone kaufen möchte.  

Gehört das eben zur Kultur oder ist das einfach reiner Beschiss, frage ich mich oft. 

Muss ich mich jetzt anpassen, da ich ja nur Langzeitgast bin oder soll ich jetzt tatsächlich dieses Holzbrett in die Hand nehmen und dem Inder zeigen, dass sowohl Gehirn als auch Verstand sehr wohl vorhanden ist bei den Touristen? 

Ist es okay, dass Touristen sogar in Parks 5 fachen Eintrittspreis zahlen müssen? Wird dadurch das Weiß = Reich – Bild nicht nur noch gestärkt? 

Das Argument, dass Menschen,die es sich leisten können,bis nach Indien zu fliegen um dort Urlaub zu machen, eben meistens Geld haben, ist schon sehr gewichtig.

Trotzdem wird dieses Bild sehr erhoben und verallgemeinert. Was sich auch an den vielen “can i get a picture with you?” – Anfragen zeigt. Diese Fotos werden daraufhin, dem gesamten Familien- und Freundeskreis gezeigt, um auch jedem den neuen reichen schönen weißen besten Freund zu präsentieren. 

Nachdem ich jetzt 10 Monate mit und in der indischen Kultur gelebt habe,die ich trotzdem sehr schätze und auch immer wieder bewundere, haben sich mittlerweile viele kleine Hürden angestaut die diesen Post hervorbringen. 

Ich persönlich mag es nicht, wie sich dieses Bild in die Köpfe gepflanzt hat und vor allem wie manche Touristen diesen Status genießen und somit auch noch bestätigen. 

Ich hoffe wirklich sehr durch das Leben mit den Menschen hier, zumindest ein paar Menschen zu zeigen, dass weiß zu sein nicht bedeutet reich zu sein, dass wir kein höheres Volk sind, das Europa nicht der Himmel ist und Indien die Hölle (so klingen die Erwartungen und teilweise auch Erfahrungen der Inder). 

Mir wurde in den letzten Monaten bewusst, dass wir auch durch unser Handeln oder nicht Handeln, Menschen unterrichten. Dass wir das Bild das sie von uns  haben beeinflussen können, ihre Einstellung uns gegebüber ändern und im Endeffekt sogar ihr Handeln uns gegenüber bestimmen können. 

Es ist vor allem faszinierend wie wir somit auch Wege ebnen oder eben Hügel bauen können für die Menschen nach uns. Für Menschen nach uns,die ein Land erkunden wollen, von ihm Lernen wollen, MIT den Menschen leben wollen. 

Es macht sehr wohl einen Unterschied ob wir das Bild des weißen, angeblich besseren Menschen annehmen und bestätigen oder ob wir es ablehnen und auf einer Ebene mit den Menschen reden, in deren Land wir zu Gast sind.

Ich weiß, dass das seine Zeit dauert (ganz egal ob mit oder ohne Holzbrett 😉 )aber bin sehr froh, das hier gelernt zu haben. 

Und hoffe und wünsche dieses Bewusstsein allen anderen Touristen ebenso. 

Nepal,Indien,Europa

Namaste lieber Leser, 

Nach vielen Hoch und Tiefs melde ich mich auch hier mal wieder. 

Es geht uns zwei gut! Das Erdbeben in Nepal spürte man sogar noch in einer uns naheliegenden Stadt, bei uns  aber Gott sei Dank, nichtmehr. 

Trotzdem bekommt man allerlei Geschichten mit, wie sich Indien für Nepal einsetzt, Flüchtlinge aufnimmt oder sich nur als Held aufspielt. Was davon jetzt genau stimmt, kann wohl niemand sagen. Doch gebetet wird sowohl von Hindus als auch von Christen für das Volk. 

Ich finde es ganz wunderbar wie viel Unterstützung auch von Europa kommt. Wahrscheinlich hat sich mein Blickwinkel auf die Weltgeschehnisse verändert denn nie zuvor war mr tatsächlich so bewusst, dass es EINE Welt ist, UNSERE! 

Wir beten weiterhin für all’ die Betroffenen in Nepal und dass sie als gestärktes und zusammenhaltendes Volk  an dieser Zeit wachsen und gemeinsam daraus hervorgehen. 

(Liebes)-brief an Mumbai

Liebes Bombay; okay okay ich weiß es ist falsch, mein liebes MUMBAI,
ich habe dir ein paar Zeilen zu sagen.

Ich konnte deine Magie, deinen Weltgeist und deine Offenheit leider nur 2 Tage lang in mich aufsaugen, doch mehr hätte mich wahrscheinlich auch überfordert. Verstehe mich nicht falsch, denn du bist wirklich wundervoll, doch du hast von allem zu viel, um dich auf Anhieb verstehen zu können ! So viel Reichtum, so viel Armut, so viel High Society, so viel Bettler, so viel Sehenswürdigkeiten und so viel verschmutzte Ecken,so viel Hilfsbereitschaft und so viel Betrug, so modern und doch so traditionell. Wie schaffst du das ? Wie kannst du all das in dir beherbergen?

Mein liebes schizophrenes Mumbai, wären Städte Süßigkeiten, wärst du eine Smartiepackung, so unglaublich vielfältig und bunt , man kann sich darüber streiten, ob du wirklich zu genießen bist.
Ich habe entschlossen dich mit all deinen Teilen zu genießen, dein Himmel  und Wasser sind zwar niemals blau, doch ich habe bisher noch nie eine Stadt so pulsieren sehen,hören und spüren.
Ich habe einen deiner größten Verehrer kennengelernt, Rohan, seitdem er zur Schule geht, wollte er dein großartiges College direkt am Strand besuchen. Er nahm uns ganz wunderbar auf und präsentierte dich voller Begeisterung. Mit jedem unserer ´Wow-das-ist-Mumbai?-Gesichter` viel ihm noch ein Plätzchen ein, das unsere Liebe zu dir noch ein bisschen steigern würde.

Das India Gate, das Taj Hotel,die Wäscherei,die Bridge, der Strand,der Market all deine Sehenswürdigkeiten waren wundervoll, doch am meisten begeisterte mich die Fahrt mit dem Taxi und lauter Musik über den Gandhi Sea LInk- deine unglaublich faszinierende Brücke über das Meer, die deine zwei Stadtteile miteinander verbindet und vor allem ein unglaubliches Bild von dir kreiert. Ich danke dir Mumbai, denn in diesen 10 Minuten warst du und deine Lichterskyline bei Nacht einfach nur unkompliziert und wunderschön.

Das Candies-Cafe ist ein Muss für jeden Mumbaitraveller, auch wenn es mehr französischen als orientalischen Charme versprüht, ist die Atmosphäre, die Menschen, die Karte des Cafes einfach himmlisch. Liebes Mumbai, du weißt deine Schätze gut zu verstecken,denn alleine hätte wir dieses kleine Paradies niemals entdeckt. Doch du weißt ebenso gut hinter der kleinen süßen Fassade zu scheinen. Kleine Teerassen mit viel Grün, tausenden bunten kleinen Lichtern und tollen Gemälden, verwandeln die Hektik der Stadt in den weltbesten Käsekuchen und den Lärm des Verkehrs in Lieblingsmusik. Ich liebe diesen Ort. Man kann förmlich sehen wie den Menschen beim betreten des Cafes der Stress des Tages abfällt.

Dein Cityhafen warf in mir so viele Fragen zu Liebe und Heirat auf. Stunden hätte ich auf einer der felsenartigen Steine sitzen können und die Liebespaare betrachten können, ein hinduistisches Paar das Hand in Hand nebeneinander saß und immer wieder nach rechts und links blickte, damit ihr Treffen auch wirklich geheim bleibt, ein muslimisches Paar, das sich küsste und geschockt zwei Meter voneindander wegsprang, als wir vorbeiliefen. Danke liebes Mumbai, dass du den Liebenden durch Plätze wie diese ein Versteck und  Chance für Liebe gibst!

Das Leopolds Cafe das während der Terroranschläge 2008 angegriffen wurde,spiegelte für mich deine Mystik wieder, was wahrscheinlich an dem Buch Shantaram liegt, das dieses Cafe in ein sehr zwielichtiges Licht stellt und mir beim Besuch ein bisschen Sherlock-Holmes-feeling verlieh.

Der Skyscraper, der mich erst vermuten ließ, 200 Büros zu beherbergen war tatsächlich das 2 Billionen Dollar teure Wohnhaus von Mukesh Ambani (5 reichster Mann der Welt)  und ist somit das teuerste Haus der Welt. Mumbai was tust du denn ? Kannst du es veranatworten eine 5 köpfige Familie in einem 12 Stockwerk Skypscraper mit diamantenbesetzen Decken und einem schneienden Stockwerk unterzubringen , während eine 12 köpfige Familie 5 Straßen weiter kein fließendes Wasser hat? Liebes Mumbai gib gut Acht auf deine Menschen.

Zu guter letzt, hast du mich beeindruckt mit all deinen Arbeitstieren, Menschen die 12 Stunden  – 7 Tage die Woche arbeiten und glücklich darüber sind einen so guten Job gefunden zu haben. Ich, als momentaner Zukunftswähler war beeindruckt und beängstigt zugleich, wie wichtig die Zukunftswahl ist,wobei im Endeffekt die Entscheidung glücklich zu sein oder nicht, tatsächlich unabhängig davon ist. Dies zeigte mir am Besten `Dhobi Ghat` der größte Waschsalon bzw. Waschplatz der Welt, in dem 5000 Männer an 826 Waschbecken am Tag  für 2-4 Cent ca. 500.000 Wäschestücke aus Hotels, Krankenhäusern…waschen. Liebes Mumbai, nirgendwo sonst konnte ich bisher eine Stadt so pulsieren spüren,sehen und hören.

Liebes Mumbai ich wünsche dir mit all deinen Problemen, mit all deinem Reichtum, mit all deinem Schmutz und Glanz und all deinen tollen Menschen, eine ganz wunderbare Zukunft! Pass mir gut auf unseren dich liebenden Rohan auf.

Machs gut Smartiepackung, du hast mich sehr viel staunen, Kopf schütteln, nachdenken lassen…und auch wenn ich gerne mehr Zeit gehabt hätte um wirklich jedes Teilchen auszukosten.. hast du mich viel gelehrt. Ich danke dir!
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Stop 2 : GOA

Der Strandstaat Goa: für manch einen das Synonym für Hippiehochburg, für manch einen das Synonym für Freiheit, für Paradies, für Parties, für Strandhütten, für Musik…. Ich habe es ‘ mein kleines indisches Hawaii getauft’. Ich weiß, ich war noch nie auf Hawaii aber in Goa fande ich meine Vorstellung von Hawaii wieder- nur eben indisch angehaucht. Kann mir jemand folgen ? 🙂

Aaaaaalright i have no clue where to start telling and where to stop!

Da wir so super viel erlebt haben in unseren 5 Tagen Goa…

Goa ist ein ehemals portugiesischer Bundeststaat bestehend aus Stränden, mit haufenweiße gutem Essen, mit vielen legendären Goaparties und wirklich coolen Goanern- es ist wie ein westlicher Zufluchtsort für alles und jeden in Indien,
der eine Pause braucht von indischer Kultur- und trotzdem gehört es ganz klar zu Indien! Da es der viel südlicher liegt als unsere indische Heimat, hat es hier gerade wunderschöne 29 Grad und strahlend blauen Himmel- also perfektes Strandwetter!

Wir haben vor unserer Ankunft, über die Internetseite Couchsurfing, den Goaner Winston kennengelernt, der uns dann auch “aufnahm”.
Er holte uns ab, zeigte uns die gesamte Stadt, die Strände, Plätze zum gut Essen und fuhr uns zu einem süßen Apartment- das Beste : da es Couchsurfing ist, ist alles umsonst.
Warum Menschen wie Winston das kostenlos machen?
Weil sie es lieben Menschen aus aller Welt kennenzulernen, weil sie selbst möglichst viel erleben wollen und sie durch Ausländer manchmal noch ganz andere Perspektiven von ihren eigenen Plätzen bekommen und weil sie es lieben ihre Heimat zu presentieren. Ich finde es wunderbar ! Und für jeden Traveller wirklich empfehlenswert.

Tag 1: Winsi nahm uns mit, auf ein BBQ zu seinen ehemaligen Schulfreunden.
Wir kamen an ein wirklich riesiges Haus, mit Meerblick, Pool im Garten und vielen wunderbaren Goanern.Wir grillten, aßen, redeten UND sangen alle zusammen etwas verspätet ein paar Weihnachtslieder und Lagerfeuersongs- es war traumhaft! Ich persönlich, war vor allem super überrascht, wie international die Leute alle waren. Sehr viele von ihnen, waren schon in Europa und sind in der Weltgeschichte umhergereist- es gab also unendlich viel Gesprächsstoff.

Zudem war es super, nicht wie die meisten Touristen, zu einer Strandparty zu trotten, sondern das Land – GOA mit seinen Menschen, den tollen GOANERN zu erleben.

Tag 2: Wir erfuhren, dass derzeit Asiens größtes Dance und Musicfestival in Nordgoa stattfand und entschieden spontan, dass wir versuchen sollten dort an Tickets zu gelangen. Ab in den Bus & 3h lang in den Norden getuckert, angekommen kamen zwei Amies auf uns zu und fragten ob wir nicht ihre Tickets haben wollen, da sie schon die Tage davor genug gefeiert haben- klaro, halber Preis! Das Glück war mit uns!
Daraufhin hieß es dann 8h Party mit sehr guten DJs aus aller Welt. Wir knüpften auf dem Festival sehr viele Kontakte und haben somit mittlerweile unglaublich viele Unterkünfte für unsere Reisen.
Gegen Ende der Party gingen wir  noch nachts (Entwarnung für alle PASS-AUF-SARAH-MENSCHEN: mit 2 sehr netten und vertrauenswürdigen Indern aus Mumbai) etwas Essen und hatten sogar das Glück, dass einer von ihnen ziemlich gut darin war einen Taxifahrer dazu zu bekommen uns doch nach Hause zu bringen- diese waren nämlich eher abgeneigt wegen dem übermäßigem Stau.
Aber Ende gut, alles gut- wir kamen zwar total stinkig,verschwitzt und verstaubt (Festivalnebeneffekte) daheim an – aber wir waren sehr sehr glücklich ! Es tat einfach unglaublich gut das innere Partyanimal nach einem halben Jahr mal wieder rauszulassen und einfach 8h nur zu tanzen- auf sehr laute und sehr gute Musik! Es war perfekt!

Goa war unsere Zeit die Seele baumeln zu lasse, ohne sich mit anpassen zu müssen,ohne Erklärungen ohne Einschränkungen, einfach leben. Es war pures Kraft+Sonne tanken.
Goa,mein little Hawaii, ich habe dich sehr gerne und werde wiederkommen.

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Asiens größtes Festival- Sunburn

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Tina die Ringverkäuferin unseres Vertrauens 🙂

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Goanisches Seafood- YUM – allein das ist ein Grund wiederzukommen 🙂

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Crazy people. Crazy vehicles.

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Winston , unser Couchsurfing-host, Thecla aus Frankreich, ebenfalls Couchsurferin, die auch in unserem Apartment wohnte, mein toller Maxine-roomie…. und viele weitere Freunde von Winston machten Silvester uuuuuuunglaublich toll.

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goanische Silvesterparty

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goanisches Silvester – unter Sternenhimmel – Palmen – und unendlich guter Musik – 2015 kann nur gut werden ! 🙂

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Wunderschöne, beleuchtete goanische Villen,die die Nächte zu schade zum schlafen werden lassen.

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Die chillige Maxine

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Goanische Licherkettenliebe

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Strandhüttenliebe mit dem besten Essen das unglaublicherweise auch noch gesund ist.

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Guten Morgäääääääähn.

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Südgoas Gewinner des Krippenwettbewerbs – ich könnte tatsächlich noch Krippenfan werden. Jedes Haus präsentiert seine eigene kleine Krippe , Spaziergänge lohnen sich also gewaltig.

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Eine der tausenden wunderschönen alten portugiesischen Villen in Goa – diese leider noch ohne Farbe, die restlichen die ich aus Begeisterungsschock oder auch Verpeiltheit nicht fotografiert habe sind Kunterbunt und lassen einen an Pipi Langstrumpf denken.

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Füße im Sand vergraben.Hiermit versichere ich, dass ich das selbst mit hundert noch wundertoll finden werde

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Die schöne Maxine

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10968107_336805623191163_94336875_n Wieso sollte man so einen schönen Platz verlassen ? Um zurückkommen zu können !

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10965784_336805556524503_166410080_n Ich werde wohl doch noch zum nächtlichen Spaziergang-fan.

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Stop 1 Delhi mera dil

Nach unserem absolut wundervollen indischen Weihnachten, sind wir sogar ziemlich wehmütig
in den eigentlich, langersehnten Urlaub aufgebrochen.

Um 2 nachts ! mit Taxi in die Stadt – Zug 3 Stunden Verspätung also einmummeln, böse gucken und möglichst dösen am recht unromantischen Bahnhof.
Dann 7h mit einem superkalten Zug mit Fensterplatz JUHU…ohne Scheibe DOCH NICHT JUHU- möglichst mit allem an Gepäck einrollen und einfach nur den Morgen überleben.
Später kamen ein paar Frauen zu uns ins Abteil, die ziemlich geschwätzig und interessiert waren- wir knüpften also neue Kontakte, bekamen omnomnom gute indische Spezialitäten und ein paar Yogaübungen erklärt- da diese eine Yogaschule besitzen.
Es war nett- wir haben Nummern ausgetauscht und werden uns eventuell in den nächsten Ferien ein paar Koch und Yogastunden geben lassen :-).

Angekommen in Delhi- ging es mit dem coolsten Rikshafahrer der Welt, zum nächsten Bahnhof – wo uns eigentlich der Goaexpress erwarten sollte- nein – 3h Verspätung- also eigentlich ist die deutsche Bahn doch garnicht so sch**** :-).
Dafür war eine Runde schlummern im traumhaften Delhi Stadtgarten angesagt!
Zurück am Bahnhof, stand dort dieser eeeeeeeeeeeeeeeeeeeewig lange Zug komplett unsinnig nummeriert und jeder schickte uns in eine andere Richtung. So kam es, dass wir eine geschlagene Stunde von einem Ende des Zuges zum Anderen rannten und wieder zurück (5mal! ) +Backpack, Kinderspiel für uns … NOT! Ein bisschen angenervt, betraten wir dann, endlich unseren Teil des Zuges (laut Reservierung Ladiespart) allerdings haben alle Ladies ihre männlichen Anhängsel mitgebracht.. Also nichts mit Ladies only .. But no problem! Lieber ein indischer gelassener Opa, als die indische Omafurie, die ihr Bett so schön neben meinem gewählt hat und schön laut spricht damit auch ja niemand im Zug ein Detail der Geschichte verpasst.
Zudem war sie sehr gut im rumzicken- keiner durfte sein eigentlich gebuchtes Bett betreten, Zähne putzen wurde verboten und es muss auch nachts geräuschvoll gegessen werden!
Okay, Story des Abends : 8Klappbetten pro Part,alles schläft – bis auf die Oma, die ist ganz busy mit ihren Unmengen an Essen, als plötzlich 3 weitere Omas anmarschieren und unsere besagte Oma aus voller Kehle anschreien. Da diese nicht scheute noch eine Tonstärke lauter zurückzuschreien, weckte das wirklich das komplette Zugabteil auf.
Dieses unendliche Schreiwirrwarr endete erst als 2 bewaffnete Opas ganz gelassen aber bestimmt antraten.
Dies schwankte dann ganz plötzlich in großes Gelächter und familiäre Witze um.

Der Rest des Zuges lachte sich nach großer Verwirrung einen ins Fäustchen und wir schauten,wie des öfteren, nur ziiiiiemlich verschlafen dem Chaos zu.

I love it ! India never ever gets boring !

Wir haben noch 40 Stunden Zugfahrt vor uns – einmal durch halb Indien- musste sein, dachten wir uns. Ich bin gespannt was noch so passiert und hoffe die Oma gibt jetzt Ruhe.

Hope u had nice Christmasdays… Good night !

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