My superhero is born!

‘Mam only two days left and then it’s Christmas !’
– yes Dakshu but do you know what happened on christmas?
‘Yes Ma’am my superhero is born!’

Es ist simpel dieses Weihnachten aber für mich mit mehr Bedeutung …
A very very special Person is born – our superhero Jesus. Who’s forgiveness,love, joy and piece is great unchanging and unending!

I wish u all great days with family and friends !

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Die Horrorstunde

Für alle die wunderbare ìch liebe Kinder – Geschichten aus meinem Indienjahr lesen wollen – diesen Beitrag nicht lesen!
Nein ich liebe sie wirklich die Kids und das Unterrichten macht meistens wirklich sehr viel Spaß, da man so viel ausprobieren  und vermitteln kann.
Um jedoch nicht nur #die Welt ist wunderbar’ -Einträge zu bringen und realistisch zu bleiben, gibt es auch die anderen Stunden, die absolut nervenaufreibend und anstrengend sind. Wie zum Beispiel meine #dem Himmel sei dank – gerade vergangene – Sportstunde mit der 2.Klasse.  Ja , 2 Klasse und Sport , klingt wie purer Spaß. Das dachte ich auch, bis zu dem Moment, als mir 20 schreiende Kinder entgegen gerannt kamen, an mir hochsprangen und versuchten meine Backe zu tätscheln.

Mein Plan Kettenfangen als Aufwärmspiel  zu spielen, endete in : rennt schreiend  Maám hinterher und fangt ihre Hand. Nach 5 Minuten beendete ich dieses Spiel schweißgebadet  und wollte mit ihnen ein lustigeres Prinzessin -Drachen-Spiel spielen.
10 kleine Rabauken fingen daraufhin an fauchend auf die Mädels ( Prinzesinnen) draufzuspringen, was in einem ziemlichen Disaster mit 5 heulenden Kids endete. Dazu gab es dann noch das kleine Verständnisproblem, da die schluchzenden Kinder nicht gerade das Bedürfnis hatten mir ihr Problem auf Englisch mitzuteilen und Mam immernoch kein Hindi kann.

Die gesamte 2 KLasse und auch ich haben die Sportstunde überlebt , besonders spaßig war es jedoch nicht,.
Ich beschloss dem Schulleiter mitzuteilen , dass es harmonierfördernd ist mich besser weiterhin  in 5-8 Klasse zu stecken.
Denn da läuft das ganze absolut menschlicher ab- kein Getätschel – kein Geschluchze auf Hindi und keine Kämpfe. Hooray!

St.Nick on the wrong door

Nikolaus,den gibt es doch gaaaaarnicht ! – Doch der belohnt die lieben Kinder und die Bösen, die …. naja, du bist doch ein liebes Kind nicht wahr? So ungefähr stellten wir auch unseren Kids den guten alten Mann mit den weißem Bart und der roten Robe vor.
Aufgrund sehr großer Erschöpfung und Kopfschmerzen,verschliefen es jedoch wortwörtlich noch nachts zum Haus unserer Small Boys zu stapfen. Deshalb versicherte ich ihnen dann am nächsten Morgen, dass sich der gute alte deutsche Herr, der ziemlich erschöpft war von seiner langen Reise aus Deutschland, in der Adresse geirrt hat.
Improvisiert erzählte ich den kleinen Rabauken wie das mit St.Nick in Germany so abläuft.

Daraufhin sollte  jeder eine Sache aufzählen,warum er ein guter Junge ist und sich für eine Sache entschuldigen,warum er manchmal nicht ganz so ein guter Junge ist. Ich versicherte daraufhin, dass  Herr Nick nächstes Jahr große Freude daran hat wieder etwas vorbeizubringen,WENN man den “Entschuldigungspunkt,weshalb man manchmal nicht so ein guter Junge ist”,das Jahr über verbessert hat und ein noch besserer Junge geworden ist.Zugegeben war es nicht ganz uneigennützig . Doch zu meiner Überraschung lief der Rest des Tages tatsächlich ein bisschen entspannter ab als die Wochenenden davor.
Und natürlich freuten sich die Jungs riesig über die Nüsse , Mandarinen und SToffees … wobei sie mit einem schelmischen Grinsen immer wieder behaupteten,dass wir das waren… ich weiß absolut nicht wie sie darauf kommen 😉

Tanzende Lichter

Wenn viele viele kleine bunte Lichtlein durch die Nacht tanzen, die Luft nach süßem Kinderpunsch riecht und irgendwie alles zauberhaft wirkt, dann ist es Sankt Martin.
Meine Eltern sendeten mir unglaublich süße Bilder von dem meinem kleinen Bruder Noah beim Sankt Martins Lauf  ( die übrigens starkes Knuddelheimweh verursachen).

Sankt Martin, Sankt Martin , Sankt Martin war ein guter Mann ….. Wir beschlossen dann auch  unsere on-Wochenenden besser zu gestalten, da es für die Kids interessanter ist und für uns entspannter.Beschäftigte Kinder neigen eindeutig weniger zu Kämpfen. Also  haben wir dem versteckten Laterneningenieur in uns mal ein bisschen Arbeit gegeben.

Auf ins Dorf und ein `paar´ Laternenzutaten gekauft. Klingt einfach, war es aber nicht. Es endete in einer verzweifelten Drahtjagd. Nach dem wir nach verzweifelten Beschreibungen rausfanden, dass das passende Wort ´wire´ ist, bekamen wir etwas weniger Rohre, Kabel und anderen Mist gezeigt und ansatzweiße drahtähnliche Gegenstände. Naja, schlussendlich waren wir bestückt mit Spanplatten, Drachenpapier und mit einer kleinen aber feinen Kerze. An dieser Stelle wichtig zu erwähnen, dass wir mit der Ausrüstung tatsächlich aussahen wie Schornsteinfeger. Zuhause angekommen dachten wir, wir entwerfen einfach mal kurz ein Modell. ´Kurz´ falsch , ´einfach´ ebenso falsch.

Doch nach hundert Lachkrämpfen, zerstochenen schwarzen Händen und Kleber im Gesicht, war SIE dann endlich fertig. DIE LATERNE. Unnötig zu erwähnen, dass diese mit unseren Zutaten ein echtes Kunstwerk ist! LOS LATERNOS MAXIMUS praktisch.
Mit den Kids wurde das Ganze dann sogar noch eine Ecke spannender. Diese waren zwar gut im aus- (& leider auch ab-) schneiden. Jedoch blieb der Rest der Arbeit an uns guten Ma’ams hängen. ABER sie hatten Spaß!  Nach 6 Stunden Bastelei waren dann die 15 weiteren Schmuckstücke ready. Also erzählten wir ihnen kurz und knapp die Geschichte des barmherzigen Sankt Martin und machten ihnen bewusst, dass es nicht sehr spaßig ist wenn wir den Campus abbrennen. Ein paar waren daraufhin dann ein wenig eingeschüchtert und starrten wie gebannt auf das Feuer ihrer Laterne. Doch im Endeffekt waren sie tatsächlich alle sehr fasziniert all´ die bunten kleinen Lichtlein durch die Dunkelheit tanzen zu sehen. Es war wirklich schön zu sehen , wie sehr sie sich um die Lampen kümmerten und  zumindest die meisten wirklich wirklich vorsichtig liefen. Wir liefen über das Cricketfeld zu unserem Haus und jeder bekam einen Kinderpunsch ( Tee+ Cranberrysaft+Orangensaft). Dazu spielten wir das englische ( natürlich nicht ganz so schöne) Sankt Martin ab und genossen die Lichtlein. Einer der Jungs erzählte noch eine weitere Geschichte und dann maschierten wir mit Musik heim. Denn was einem Samstagabend natürlich trotzdem nicht fehlen darf  : die heilige Movietime! Vor dem Schlafengehen bekamen wir dann ein paar ´thank you Ma’am that was different and special , we do this next week also, okay? ` zu hören. Wir waren sehr erleichtert keine ´Volunteer brennt Campus ab‘- Schlagzeile verursacht zu haben und vor allem  die Jungs so happy gemacht zu habe.

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Vom super Mann zum Superman

Hier ist er, der Supermensch – auch genannt : Inder.

Okay ich gebe zu es mag übertrieben klingen – aber mal ernsthaft, ich bin mir absolut sicher, dass die Jungs die hier heranwachsen, eines Tages (vielleicht keiner Supermänner) aber doch ziemlich super Männer werden.

Hier meine Argumente:

1. Herzensbildung : ‘living in love’ ist das Motto des Campus und wird den Boys durch eine tägliche Devotion (“Anbetung”) ans Herz getragen.
Wobei man sagen muss,dass es absolut nicht aufgezwungen ist, da diese bei den Big Boys meist selbstorganisiert statt findet.
Ein paar Jungs machen Musik. Man dankt und man bittet Gott.
Man stärkt sich innerlich, weiß sich geliebt und betet den Fokus nicht zu verlieren.

2. Helfersyndrom: “Mam have food” ist ein sehr beliebter Satz unserer small Boys, die auch ziemlich frech sein können- dieser Satz ist jedoch einer dieser ‘zu gerne würde ich dich jetzt ganz ganz ganz fest drücken’- Sätze.
Man muss sagen, dass es zwar immer 3 mal am Tag Essen gibt aber dieses ab und zu ein bisschen knapp ist- auch das hindert die Jungs jedoch nicht daran, das auch die Ma’ams versorgt werden müssen. That’s family!

Bei den Big Boys habe ich das Helfersyndrom darin entdeckt, dass es einer ihren größten Wünsche ist, den ‘Gospel zu sharen’ … Glaube teilen, Menschen das Leben erleichtern, Menschen erzählen, dass auch sie geliebt sind.
Wobei erwähnt werden muss, dass tatsächlich viele Inder noch nie von Gott und Jesus gehört haben- in Deutschland ziemlich unvorstellbar.
Ich liebe es – dass sie Jesus so sehr lieben- dass sie wissen, dass sie andere nur bereichern können- indem sie ihnen von ihrem Glauben erzählen.

3. Sportass : es war sportsday und da ich das Vergnügen hatte den Tag fotografisch festhalten zu dürfen,hatte ich eine wahrscheinlich ziemlich andere Sicht auf diesen Tag.
Es war wundervoll!
So viel Motivation, Energie, Zusammenhalt, Freude und zugegeben auch ein bisschen Enttäuschung, die sich aber durch gute Klassenkameraden und Co, schnell auflöste.
Und ja- die Inder können was.
Besonders überraschte mich der Hochsprung.
Gesprungen wird über eine Stange – mit Anlauf – und dahinter…naja, fehlt das wie ich es so schön beschrieb : große Bett zum landen… Stattdessen ein bisschen Sand- gute Landung!

P.S. : Ich Superheldin stellte eine Woche vorher mein Sprungtalent auf die Probe und überdehnte mir prompt die Bänder- klingt harmlos- tat jedoch ein paar Tage lang sch**** weh und ließ mich wie eine Großmutter über das Feld hoppeln. Immerhin bekam
ich genug Mitleid- Was wiederum recht gut tat ;-).
Die liebe Maxine hat unsere deutsche Ehre beim Lehrerrace jedoch wieder hergestellt und Silber geholt.Supergirl!

Naja um auf den Punkt zu kommen -unsere Shishyajungs haben so ziemlich alle Preise abgeräumt und gezeigt wo der Hammer hängt – bzw. Wie der Sper fliegt… Nur doof dass die Schule kein zweites Maßband hatte :D.

Allgemein wird der Sport auf dem Campus jede Saison geändert.
Fußball war im Monsoon.
Dann kam der indische Volkssport Cricket.
Jetzt Volleyball und Basketball.
Ich liebs!

4.Worktime.
Von klein auf werden die Jungs eine Stunde am Tag in die Farmarbeit mit eingebunden.
Pflanzen anbauen (ich sage Pflanzen, da ich im Gegensatz zu den Jungs mit den Namen des Gemüses and so on leider nicht so vertraut bin)
-Bewässerungsanlage aufbauen-
-Kühe füttern, einfangen mit FlipFlops (sehr amüsant zu sehen!)-
-Kuhgeburt helfen – Renovierungsarbeiten
Malerarbeiten und und und.
Die Jungs lernen von Anfang an wie angepackt wird – wie man sich im Leben selbst weiterhilft.

5. Brave heart
Ich laufe vom Abendessen heim- es ist dunkel und ich sehe zwei der big Boys mit den Köpfen im Gebüsch.
Belustigt stelle ich mich dazu, stecke meinen Kopf ins Gebüsch und frage amüsiert was denn so spannend sei.
‘can you see it? Can you see the colours? Look at the wonderful colours!’.
What do you mean?
The snake.
S.N.A.K.E.
Und schon war Sarahma’am drei Meter vom Gebüsch entfernt- mit halben Herzinfarkt sprang ich davon- zum Vergnügen der Jungs natürlich- super!
‘Do you know that this one is 14 times more toxic than a Cobra?’ brachte mein Herz dann fast zum Stillstand.
‘Look Sarah, how she moves her tongue! ‘. Jaaa die super Jungs haben Humor auch wenn es in dem Moment nicht unbedingt mein Humor war.
Obwohl sie dann doch recht schnell reagierten und mit Stöcken auf die Schlange einschlugen, gestand mir dann John ‘actually i don’t like killing’- in dem Moment war ich mir nicht ganz sicher ob ich das als Zeichen eines guten Herzens oder als lebensmüde auffassen sollte.
Als Zeichen seines guten Herzens beschloss er doch noch uns zu retten und das hübsche silberne Giftknäuel zu töten- praise the Lord !
Jap..das war ein guter Adrenalinkick! Danke Jungs 😉

6. Essen! Das Wort an sich ist poetisch genug.
Das Essen auf dem Campus wird von den Boys gemacht und schmeckt – meist- Innerhalb der Möglichkeiten genial!

7. Musik- immer und überall!
Es fängt bei unseren small Boys an und hört wahrscheinlich nie wieder auf. Gesungen wird beim Wäsche aufhängen, beim Hausaufgaben machen, beim arbeiten…
Bharat habe ich bisher mehr singen als reden hören!
Und viele sind wirklich gut, in dem was sie da vor sich hinsummen.

Und trommeln! Auf allem und überall.
Naja, was soll ich sagen- das Herz tanzt! Der Rhythmus liegt im Blut!

Die Bigboys bauen das Talent durch ausgiebiges Gitarre, Schlagzeug, Piano spielen sogar noch aus. Was mir in der Church schon das ein oder andere mal die Tränen in die Augen schießen lies.

Ich hoffe sehr, dass die Jungs sehen, dass all das was ihren Alltag schwierig macht, ihnen eines Tages von so großem Nutzen sein wird und vor allem ihr Herz und Charakter formt!

Auch wenn ich zugegeben durch all’ den Luxus daheim schon ein bisschen ‘verdorben’ bin, gebe ich mein bestes nicht zu sehr zu fluchen wenn das Wasser kalt ist. Versuche dankbarer zu sein. Versuche pflichtbewusster sein und naja so komisch es klingen mag : auf meinen eigenen Beinen zu stehen (wenn ich mir nicht gerade die Bänder überdehnt habe).

Ich mag sie die Supermenschen, manchmal mehr, manchmal weniger doch sie wachsen immer mehr ans Herz.

Unglaublich und mitten ins Herz

Dieses Testimony hören derzeit tausende von indischen Schülern.
Ich will es auch mit euch teilen.

Er war hier. Er erzählte. Er gab Hoffnung. Er veränderte Leben.

Er war 3 Jahre. 2 große Schwestern. 1 Vater der trank und seine Mutter schlug. Diese nahm ihren Mut zusammen, packte Koffer und Kinder und verließ das Zuhause, bereit alles hinter sich zu lassen. Bereit sich ein Leben ohne Mann aufzubauen, das in Indien für gewöhnlich fern aller Vorstellungen ist.
Am Bahnhof mit der Hoffnung und der Angst, holte sie jedoch schon die Vergangenheit ein. Ein vor Wut glühender Mann stand dort, Verstand verloren, Frau erschlagen.
Der Schock sitzt tief, die Angst lässt die Kinder rennen, sogar springen in den nächsten Zug. Kein Ziel. Kein Ticket. Kein Geld. Zukunft ungewiss.
Sie haben sich und die Angst.

Ankunft in? Mumbai. Der größte Bahnhof Indiens. Ausgestiegen.
Schwestern verloren. Da steht er der kleine dreijährige Junge.
Mit nichts.Ohne nichts?
Er lebt. Jahr ein Jahr aus auf diesem Bahnhof. Er überlebt dank seiner Stehlerei. Er raubt, klaut und betrügt.
Die Gang entsteht. Die Gang die ohne Betrug keine Zukunft hat?

Er möchte raus. Er möchte mehr. Er möchte sein. Er möchte JEMAND sein. JEMAND wie du und ich. JEMAND der nach Glück strebt.JEMAND der Glück verdient.

Er von Geburt an Muslim sucht nach Gott. Er sucht. Sucht Hilfe.
Geht in den Tempel. Sie sagen Gott ist in allem. Er solle versuchen zu Steinen, Holz und Figuren zu beten.
Er betet. Er betet. Er betet. Er hofft. Doch es ändert sich nichts.

Gott hilft nicht? Er versucht es allein.
Keine Schulbildung. Er fängt an nachts am einzigen Ort mit Licht- öffentliche Toilette- zu lernen. Der Schlaf holt ein- er schneidet sich – er muss wach bleiben. Der Tag ist fürs Stehlen, die Nacht um eines Tages besser zu werden.

Da kommt er. Der Hoffnungsschimmer. Er wird gefunden von einem Mann der ihn in ein Heim bringt. Ein Heim. Ist ein Heim ein Zuhause? Im Essen sind 5cm große Würmer. Ist das Heimat?
Er beschließt nein. Er rennt.
Wie es ihn das Leben und seine Angst gelehrt haben- davon.
Er wird wieder gefunden.
Er rennt davon.
Gefunden.
Davon.

Er klaut.stiehlt.betrügt.

Er versucht es. Neu. Neu. Neu.
Irgendwo ist sie.
Irgendwo schlummert auch seine Hoffnung.
Irgendwo wartet auch seine Zukunft.

Er arbeitet als Kellner. Er versucht es mit Wahrheit. Er versucht es mit Verstand. Ist es nun seine Zeit? Seine Zeit für Glück. Seine Zeit für Leben?

Er bekommt furchtbare Pusteln an den Armen.
Unpassend. Nicht gewinnbringend. Gekündigt.
Da war sie, die Zukunft. Und da ging sie wieder winkend vorbei.
Der Schmerz der Arme zeigt ihm, dass er lebt. Er ist Teil dieser Welt, ganz egal welcher. Er ist ein Teil.

Zurück. Stehlen. Betrügen. Gang.
Und man bemerkt ihn.
Man bemerkt, es gibt ihn.
Ihn -den gefürchteten Verbrecher.
Gesucht auf riesigen Leinwänden.
Aufmerksamkeit für Verbrechen.
Keine Aufmerksamkeit für Armut & Einsamkeit.

Alltag. Er sitzt in einer verdreckten Ecke des Bahnhofs.

Ein Mann läuft durch den Bahnhof und hört eine Stimme sagen “this is my son ,take him with you, care for him” .
Der Mann zweifelt “warum ich? , ich kann nicht der ganzen Welt helfen, es wird irgendjemand kommen”. Entschuldigungen. Enzschuldigungen die Menschen wie du und ich immer wieder finden – ich bin ein guter Mensch, muss ich zum Übermensch werden ?
Er denkt ” Gott es tut mir Leid aber das ist echt zu viel verlangt und warst das überhaupt du oder habe ich einfach den Verstand verloren?”.

Er geht vorbei. Hoffnung läuft wieder einmal vorbei.

Ein Tag später kommt er wieder an diesen Bahnhof und hört auf ein neues diese Stimme “THIS is my son, care for him”.
Und das war er, der Moment in dem Gott seinen Plan einem Menschen anvertraute und diesen zum Werkzeug machte. Es war der Moment in dem ein Mensch ein Leben retten konnte, Hoffnung schenken konnte und sehen konnte was wundervolles daraus entstehen kann.

Dieser Junge ist nun berühmter Sänger in Indien, reist durch die Schulen Indiens und schenkt Hoffnung, rettet Leben.

Es war erstaunlich zu sehen wie unsere Jungs hier im Heim die Geschichte auffassten.
Den Kindern wurde bewusst, dass sie Glück haben- sie sind nicht heimatlos, keine Würmer, kein Betrug.
Ich hatte das Gefühl, dass ihnen auch bewusst wurde das selbst ohne weltliche Eltern, es gibt ihn den himmlischen Daddy der auch für jeden von ihnen einen Plan hat.
Und das keiner ihrer Träume zu groß ist, alles ist möglich.

Happy birthday in den Himalayas

Warum sind es immer die alten Leute die feststellen, dass die Zeit rast?
Ist es nicht besser das schon ganz früh zu merken um alles viel intensiver wahrzunehmen ?
Das dachte ich immer.
Dieses Jahr war das erste das wirklich raste,sprintete,Berg auf und ab, neu und alt.
18.Feierei.
Leben.Leben.Leben
Lernen.Lernen.Lernen
Abitur.
Von heute auf morgen die Schule beendet.
Zu schnell um es zu verstehen.
Zu aufregend um es zu realisieren.
Und los los los. Das Rad drehte sich noch schneller.
Zukunft leben – das muss nach dem Abitur.
Und hier sitze ich, in meiner Zukunft und bin zudem sehr glücklich über das vergangene 19.Lebensjahr.

Ich war in Mussoorie-in den Bergen des Himalayas- mit Beulah und Maxine -zwei tollen Menschen, die mir schnell sehr an Herz gewachsen sind.
Es ist der Ort in den bereist habe und sagte es gibt kein schöneren Platz für eine Hochzeit.
Es sind die Berge. Sie sind es, die für mich das Sinnbild für Größe, Stärke & Unberechenbarkeit darstellen.
Man sieht in ihnen wahrscheinlich alle Grün und Grautöne dieser Welt und gleichzeitig strahlen sie Ruhe und Frieden aus.
Und jedes mal Frage ich mich wie sind sie da hingekommen? Klar gibt es da die wissenschaftlichen und religiösen Antworten- so oder so- gerne wäre ich dabei gewesen.

Wir genossen also die frische Luft- die Weite- das Grün.
Wir gingen in eine uralte Bibliothek über die ich definitiv noch bloggen werde.
Wir gingen in eine urigen Bookshop in dem wir auf den unglaublichen,indischen & sehr zu empfehlenden Autor Ruskin Bond trafen, der unsere Bücher signierte.
Wir aßen Momos- eine tibetische Teigspezialität- ähnlich wie Maultaschen und doch unvergleichlich.
Wir schlenderten, lebten und genossen.
Nachts um 12 klopfte es am Hotelzimmer und da stand das Personal “happy birthday” singend mit einem Kuchen in der Hand.
Mein erster “Sarah” Kuchen und die erste mitternächtliche Schokozeremonie- ein super Start in das 20. Lebensjahr.

Um 6 stand ich auf um den umwerfenden Sonnenaufgang in den Bergen zu sehen. Wundervoll.

Ich habe viele tolle süße Karten und Nachrichten bekommen.
Und habe mich wirklich über jeden gefreut, der an mich gedacht hat.
Ein großes Danke !

I’m still happy to be such a blessed girl.

Liebst’ aus den Bergen wo die Zeit leider genauso so rast, rennt und springt

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